Haare sind mehr als nur Kopfbedeckung – sie sind Ausdruck von Stil, Identität und Zeitgeist. Jede Epoche hat ihre ganz eigenen Trends hervorgebracht, manche elegant, manche wild, manche einfach unvergesslich.

Die 1920er – Bob und Wasserwelle

Die „Roaring Twenties" waren eine Revolution für Frauen und ihre Haare. Der klassische Bob wurde zum Symbol der Emanzipation: kurz, frech und rebellisch. Dazu kamen handgelegte Wasserwellen, die mit Glanz und Präzision für Eleganz sorgten.

Die 1950er – Hochsteckkunst und Rock'n'Roll

In den 50ern wurde es wieder glamourös. Frauen trugen Beehive-Frisuren oder den Victory Roll, inspiriert von Filmikonen wie Audrey Hepburn. Männer setzten auf den Pompadour, bekannt durch Elvis Presley.

Die 1960er – Hippie-Wellen und Twiggy-Cuts

Die 60er waren gespalten: Der Twiggy-Pixie-Cut war kantig und modisch, während die langen, offenen Hippiehaare mit Mittelscheitel Freiheit ausdrückten.

Die 1970er – Disco, Dauerwelle und Föhnfrisur

Die 70er brachten die Dauerwelle in den Mainstream. Volumen war alles – je größer, desto besser.

Die 1980er – Vokuhila, Haarspray und Wahnsinn

Der Vokuhila („vorne kurz, hinten lang") wurde zum Kult. Dazu kamen toupierte Mähnen, Neon-Strähnen und Haarspray in großen Mengen.

Die 1990er – Grunge und Boyband-Charme

Der Grunge-Look brachte ungekämmte Haare zurück. Boybands sorgten für den „Vorhangpony"-Trend.

Die 2000er bis heute – Vielfalt und Individualität

Seit den 2000ern regiert die Typgerechtigkeit. Erlaubt ist, was gefällt – die Frisur ist heute Ausdruck von Persönlichkeit, nicht von Norm.